, Plozza Fabio

Rückschlag und prompte Reaktion

Die Männer NLB von Unihockey Basel Regio mussten im zweiten Spiel der Serie die erste Playoff Niederlage hinnehmen. Zwei Tage später gelang die Reaktion auswärts in Sarnen. Somit führen die Basler in der Serie mit 2:1.

Das Spiel am Mittwoch startete gut aus Basler Sicht. Die Nervosität, die noch im ersten Spiel zu spüren war, schien verflogen zu sein. Man war gewillt konzentriert aufzuspielen, was zunächst auch gelang. Ein schneller Konter über Krähenbühl und Sutter brachte die 1:0 Führung für das Heimteam. UBR erspielte sich zahlreiche Torchancen, der Sarner Torhüter liess sich aber im ersten Spielabschnitt nicht mehr überwinden. Die Obwaldner ihrerseits zeigten ebenfalls gute Offensivaktionen, ein Torerfolg blieb ihnen jedoch noch verwehrt. Eine Strafe gegen Basel zu Beginn des zweiten Drittels brachte die passende Gelegenheit dazu. Etwas unglücklich springt der Ball nach einem Sarner Zuspiel in den Slot an das Bein eines Baslers und von dort ins Tor.

Das Spiel gestaltete sich völlig offen, ehe die Basler kurz nach Spielmitte erneut die Führung übernahmen. Sarnen hatte unmittelbar eine Antwort parat, und was für eine. Die latente Torgefahr der Gäste konkretisierte sich innert Kürze. Nur gerade zwei Freischläge und sage und schreibe 40 Sekunden brauchten die Innerschweizer, um die Partie auf ihre Seite zu drehen. Man merkte, dieser Doppelschlag setzte den Basler zu. Sarnen machte es geschickt und ging mit der Führung in die zweite Pause.

Wie zu beginn des zweiten Drittels durfte Sarnen mit einem Power-Play starten, welches die Obwaldner sehenswert ausnutzten. Dem Schweden Oweling gelang ein "Michigan", also ein Air-Hook-Tor. Es kam noch bitterer fürs Heimteam. Zwar durfte man kurz darauf selbst in Überzahl agieren. Doch an Stelle des Anschlusstreffers, erhielt man ein weiteres Gegentor. Basel setzten nun voll auf Offensive. Das Spiel fand nur noch in der Hälfte der Sarner statt. Man kam zu vielen Abschlüssen, doch praktisch keine waren wirklich zwingend. Sarnen stand kompakt und leistete gute Blockarbeit. Die Schüsse, welche den Weg aufs Tor fanden, wurden vom Sarner Torwart pariert. Etwas Hoffnung kam nochmals auf, als Mendelin drei-und-halb Minuten vor Schluss sehenswert das Tor zum 3:5 erzielte. Basel agierte ohne Torwart und probierte das Spiel zu drehen. Doch gemäss der Newtonschen Lex Prima braucht es eine Kraft, um einen Körper aus seinem Bewegungszustand zu lösen. Diese Kraft konnten die Basler nicht mehr aufbringen, Sarnen verwahrte in ihrer Stabilen Defensive und gewann das Spiel verdientermassen.

Noch ein Kuriosum, den Obwaldnern wurden kurz vor Schluss noch zwei Penaltys zugesprochen, nachdem Jokinen jeweils regelwidrig intervenierte. Beide Penaltys wurden von Corray pariert. Basel zeigte sich bemüht, musste sich aber am Ende einer effizienten und kämpferischen Sarner Mannschaft geschlagen geben.

Nur zwei Tage später erhielt man die Chance es besser zu machen. Der Start in die dritte Partie war ausgeglichen. Man merkte, dass sich beide Teams langsam kennen, und auf beiden Seiten wurde wenig zugelassen. Eine Überzahlsituation der Sarner brachte das erste Tor der Partie. Bis dahin vergingen 18 Minuten ohne dass es zu grossen Möglichkeiten kam.

Das zweite Drittel gestaltete sich ähnlich. Ehe Lindroos' Energieanfall zum Ausgleich führte. Der Finne fasste sich ein Herz, liess seinen Gegenspieler hinter sich und schloss gezielt ins untere Eck ab. Basel riss nun das Spieldiktat an sich und kreierte zahlreiche Tormöglichkeiten. Doch am Score änderte sich vorerst nichts.

Basel war gewillt an den guten Schluss des zweiten Drittels anzusetzen und den Aufwind in den letzten Spielabschnitt mitzunehmen. Dieses Unterfangen wurde zunächst gestört. Nach einer Unachtsamkeit in der Basler Defensive stand plötzlich ein Sarner vor Torhüter Corray und netzte zur erneuten Sarner Führung ein. Fast analog zur Sarner Reaktion am Mittwoch fiel dies Mal die Basler Reaktion aus. Nur eine halbe Minute später erzielte Mendelin den Ausgleich. Nur fünf Sekunden darauf erzielte Laurila die erstmalige Basler Führung. Der Jubel war dementsprechend gross. UBR, sichtlich im Aufwind, liess nichts mehr gross anbrennen. Man kam konnte das Score sogar noch auf 8:2 erhöhen, wobei der sechste Treffer ins verwaisten Sarner Tor fiel.

UBR gelang mit einer couragierten Teamleistung die gewünschte Reaktion auf die Niederlage am Mittwoch. Man wollte diese Partie unbedingt gewinnen, was sich im Basler Jubelsprung widerspiegelte. Die Spieler schnellten wie Lachse empor und feierten anschliessend den Auswärtssieg mit den mitgereisten Fans.

 

Unihockey Basel Regio - Ad Astra Sarnen 3:5 (1:0, 1:3, 1:2)

Sandgruben, Basel. 434 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen. Tore: 7. M. Sutter (P. Krähenbühl) 1:0. 22. E. Oweling (M. Hagert) 1:1. 32. M. Sutter (Y. Lindroos) 2:1. 33. O. Forslind (M. Hagert) 2:2. 33. M. Hagert 2:3. 42. E. Oweling (M. Hagert) 2:4. 45. M. Dubacher (M. Furrer) 2:5. 57. P. Mendelin (M. Gerber) 3:5. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio. 1mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen.

Ad Astra Sarnen - Unihockey Basel Regio 2:8 (1:0, 0:1, 1:7)

Dreifachhalle, Sarnen. 443 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen. Tore: 19. E. Oweling (B. von Wyl) 1:0. 35. Y. Lindroos (N. Laurila) 1:1. 45. D. Eberhardt (N. Burri) 2:1. 45. P. Mendelin (L. Moser (L)) 2:2. 46. N. Laurila (Y. Lindroos) 2:3. 54. T. Rintala (P. Mendelin) 2:4. 58. P. Mendelin 2:5. 58. L. Moser (L) (N. Schwob) 2:6. 58. N. Laurila 2:7. 60. Y. Lindroos (M. Gerber) 2:8. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen. 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio.