, Wahl Simon

Einmal Kampf, einmal Krampf am Wochenende für die Herren

Die MNLB von Basel Region scheint nach der ärgerlichen Niederlage gegen Gordola letzten Sonntag resultatmässig wieder in die Spur gefunden zu haben. Gegen Thurgau im Cup-Achtelfinal gewann man in einem heissen Tanz mit 8:7, gegen die Red Devils in der Liga konnte ein 6:5 über die Zeit gebracht werden.

Das Spiel am Freitag im Cup-Achtelfinal gegen Thurgau stand unter schlechten Vorzeichen. Tschan, Frutschi, Mühlemann, Schwob und Krähenbühl fielen allesamt krankheitsbedingt oder verletzt aus. Mit 16 Spielern und zwei Torhütern machten sich die Basler nach Weinfelden auf, an den gleichen Ort, wo man wenige Wochen zuvor mit 12:3 dem gleichen Gegner unterlegen war.

Trotz Kaderausfällen fand Basel schnell und bissig ins Spiel. Chrétien mit dem Dosenöffner und Jokinen waren für die 2:0-Führung besorgt, durch viel Selbstbewusstsein, Team- und Kampfgeist konnten die Nordwestschweizer das gefährliche Angriffsspiel der Mostinder unterbinden. Mit zwei dummen Strafen kurz vor der Pause brachten sich die Basler aber selbst um ein optimales erstes Drittel. In doppelter Überzahl gelang Lankinen der Anschlusstreffer noch vor der Pause.

Der Start ins zweite Drittel missriet Regio gründlich, ein Doppelschlag von Thurgau und schon lag man 3:2 hinten. Erinnerungen an das letzte Spiel schienen sich in der Halle auszubreiten… Doch so weit kam es diesmal nicht, Basel fand langsam wieder ins Spiel, glich zuerst durch Jokinen aus und konnte auch auf die abermalige Führung Thurgaus durch Rintala reagieren. Nochmals Rintala sorgte in der 38. Minute für den erneuten Führungswechsel in diesem Spiel, 5:4 führte UBR zum zweiten Pausentee.

Moser, Jokinen mit seinem dritten persönlichen Treffer und Lindroos sorgten in den ersten fünf Minuten des dritten Drittels für die anscheinende Vorentscheidung dieses Spiels. Dumme, zum Teil auch etwas hochgestochene Strafen brachten das Heimteam aber wieder in die Partie, Föhr in der 47. und Lankinen in der 52. brachten die Stimmung in der Paul-Reinhard-Halle nochmals zum Kochen. Basel kämpfte, biss und blockte in den letzten acht Minuten beinahe alles weg und was aufs Tor kam, wurde vom gross aufspielenden Coray weggefaustet. Mit einem Hammer 16 Sekunden vor Schluss brachte Königshofer mit dem Anschlusstreffer nochmals so richtig Spannung in die sowieso schon enorm heisse Schlussphase. Basel rettete den Vorsprung aber über die Zeit und bei Abpfiff brachen alle Dämme. Eine grossartige Teamleistung und ein harter Kampf war es, doch der Sprung ins Viertelfinale war um 22.28 Uhr Tatsache! Ein ausgepumpter, aber glücklicher Bestplayer Jimi Jokinen nach dem Spiel: «Wir konnten dieses Spiel gewinnen, weil wir das erste Mal in dieser Saison ein richtiges Team und für einmal die härtere und aggressivere Mannschaft waren. Ein geiles Spiel, woraus wir den Team- und Kampfgeist mitnehmen wollen.»

 

War das Spielermaterial am Freitag schon knapp bemessen, so kamen am Sonntag noch zwei weitere Ausfälle dazu. Moser und Jokinen out, dafür kam Kai Kurth aus der U21 der Basler zu seinem Debüt für das Fanionteam in der zweiten Linie.

Trotz einem Rumpfkader von exakt drei Blöcken starteten die Nordwestschweizer bestechend ins Spiel. Lindroos, Gerber und Plozza brauchten nur sieben Minuten, um die Basler mit drei Längen in Führung zu bringen. Bis dahin wurden die Red Devils im Basler Territorium nur selten gesehen. Nach einem Aufbaufehler in der 8. Minute gelang den Teufeln aber der Anschlusstreffer, was Regio aber nicht aus dem Tritt brachte. Staudenmann kurz vor der Pause erhöhte für die Basler zum 4:1.

Als hätte es Trainer Herala geahnt, warnte er die Spieler vor aggressiveren Gegnern im zweiten Drittel und siehe da, March konnte den Ball nach dem Pausentee immer öfter auf Goalie Feigenwinter schiessen. Zwei schmutzige und erkämpfte Tore später waren die Basler mit 3:4 plötzlich arg in Bedrängnis. Zum Glück wusste man mit dem Ball immer noch etwas anzufangen, so konnten Mendelin und Laurila wieder etwas Schwung aus dem Sturmlauf der roten Teufel nehmen. Ein weiterer Treffer der Heimmannschaft musste UBR trotzdem noch vor der Pause einstecken, mit 4:6 gingen die Teams in die Garderobe.

Das letzte Drittel wurde dann nochmals sehr hektisch, die Heimfans trugen mit lautstarker Unterstützung weiter dazu bei. Durch einen Penalty in der 52. Minute kamen die Red Devils bis auf ein Tor ran, danach parkten die Basler nicht nur den Bus, sondern gleich ein ganzes trojanisches Pferd vor Feigenwinter. Weder elegant noch stilsicher brachten die Basler die drei Punkte ins Trockene. Immerhin stimmte wie bereits am Freitag die kämpferische Leistung.

Mit einem Heimspiel am Samstag gegen Eggiwil geht es für Regio weiter, bis dann hoffentlich wieder mit einem etwas breiteren Kader und mehr Stilsicherheit.